Die Zusammensetzung dieser Bestände hängt unter anderem von Bodenbeschaffenheit, Klima, Bewirtschaftung und dem vorhandenen Samen- und Vermehrungsmaterial ab. In landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen können Unkräuter mit Kulturpflanzen um Licht, Wasser, Nährstoffe und Raum konkurrieren sowie Pflege und Ernte erschweren. Viele Unkrautarten zeichnen sich durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und effiziente Vermehrungsstrategien aus. Je nach Art vermehren sie sich über Samen oder vegetativ, beispielsweise durch Rhizome, Ausläufer oder Wurzelsprosse.
Unkrautbestände können zugleich ökologische Funktionen erfüllen: Sie bieten Nahrung und Lebensraum für Insekten und andere Tiere, tragen zur Pflanzenvielfalt bei und können den Boden vor Erosion schützen. Ob und in welchem Umfang eine Regulierung erforderlich ist, hängt daher von der Flächennutzung, den vorkommenden Arten, ihrer Bestandsdichte und den jeweiligen Bewirtschaftungszielen ab.