Morphologische Erkennungsmerkmale von Sommerraps:
Wuchsform:
Einjährige Kulturpflanze mit aufrechtem, im oberen Bereich verzweigtem Stängel und kräftiger Pfahlwurzel.
Durchläuft bei üblicher Frühjahrsaussaat eine vergleichsweise kurze Rosettenphase und gelangt noch im Aussaatjahr zur Blüte und Samenreife.
Benötigt zur Blühinduktion keine längere Kälteperiode, besitzt also keinen obligaten Vernalisationsbedarf.
Im Vergleich zu Winterraps häufig weniger kräftig entwickelt und schwächer verzweigt; die Ausprägung hängt jedoch stark von Sorte und Anbaubedingungen ab.
Blätter:
Meist blaugrün und durch einen wachsartigen Überzug bereift; die Ausprägung variiert.
- Untere Blätter:
Gestielt, relativ groß, meist leierförmig gelappt bis fiederteilig, mit großem Endabschnitt und kleineren seitlichen Abschnitten; kahl bis schwach behaart.
- Obere Blätter:
Kleiner, ungeteilt, länglich bis lanzettlich und überwiegend kahl; sitzend und mit verbreitertem, geöhrtem Grund den Stängel teilweise umfassend.
Blüten:
Gelbe Blüten mit vier Kelchblättern und vier kreuzförmig angeordneten Kronblättern.
Sechs Staubblätter, davon vier längere und zwei kürzere.
Die Blüten stehen in endständigen, während der Blüte verlängerten Trauben.
Die Blütenknospen an der Spitze überragen gewöhnlich die bereits geöffneten Blüten.
Früchte und Fruchtstand:
Längliche, schmale Schoten mit kurzem endständigem Schnabel und zahlreichen Samen.
Die Schoten stehen an gestielten, traubigen Fruchtständen des Hauptsprosses und der Seitenzweige.
Innerhalb eines Fruchtstandes schreitet die Reife im Allgemeinen von unten nach oben fort.
Samen:
Klein, rundlich bis kugelig, meist dunkelbraun bis schwarz