Morphologische Erkennungsmerkmale von Erbse (Pisum sativum L.)
Wuchsform:
Einjährige, krautige Pflanze mit aufrechtem bis kletterndem, meist hohlem und relativ dünnem Stängel.
Der Stängel ist durch mehrere Knoten und Internodien gegliedert und kann je nach Genotyp bzw. Sorte etwa 0,3–2,0 m lang bzw. hoch werden
Die Pflanzen können durch die Ausbildung von Ranken an benachbarten Pflanzen oder Strukturen klettern
Blätter:
Blätter wechselständig und paarig gefiedert. Die Blätter bestehen aus mehreren ovalen bis elliptischen Fiederblättchen
Die Endabschnitte der Blätter sind zu verzweigten Ranken (Rankenblättern) umgebildet, die der Pflanze als Kletterorgane dienen
An der Blattbasis befinden sich große, deutlich entwickelte Nebenblätter (Stipeln),
die den Stängel teilweise umfassen und häufig eine auffällig leicht gezähnte oder gelappte Form aufweisen
Blütenstand:
Die Blütenstände sind blattachselständig und als kurze, traubenförmige Infloreszenzen ausgebildet. Sie enthalten meist ein bis mehrere gestielte Blüten
Blüten:
Die Blüten sind zygomorph (bilateralsymmetrisch) und typisch schmetterlingsblütig (papilionoid) aufgebaut
Sie besitzen eine Fahne (Vexillum), zwei Flügel (Alae) und ein aus zwei Kronblättern gebildetes Schiffchen (Carina)
Die Blütenkrone ist bei Kulturformen überwiegend weiß bis rosa oder violett gefärbt, je nach Genotyp können auch unterschiedliche Farbabstufungen auftreten
Die Blüten stehen einzeln oder zu wenigen in den Blattachseln
Je nach Genotyp und Blütenstand können mehrere Blüten vorhanden sein, von denen nicht alle zur Hülsenbildung gelangen
Frucht:
Die Frucht ist eine mehrsamige, längliche Hülsenfrucht (Legume) die sich aus dem oberständigen Fruchtknoten entwickelt
Die Hülsen sind zunächst grün, glatt und fleischig. Während der Samenreife verändern sie ihre Konsistenz und können zunehmend trocken und faserig werden
Samen:
Die Samen sind rundlich bis kugelig oder leicht abgeflacht und besitzen eine glatte bis leicht runzelige Samenschale
Die Samenfarbe kann je nach Genotyp von grün über gelblich und cremefarben bis beige oder bräunlich reichen
An der Samenschale befindet sich ein deutlich erkennbares Hilum (Nabel) als Ansatzstelle des Samens an der Samennaht der Hülse