Ausdauernde Arten

Ausdauernde Unkräuter (Dauerunkräuter) sind mehrjährige Pflanzen, die ungünstige Jahreszeiten mithilfe ihrer Wurzeln oder anderer Überdauerungsorgane überstehen und anschließend erneut austreiben. Viele Arten breiten sich vegetativ über Rhizome, Wurzelausläufer oder bewurzelnde Sprosse aus. Zusätzlich können sie sich durch Samen vermehren. Typische Beispiele sind Ackerwinde, Gemeine Quecke, Acker-Kratzdistel, Löwenzahn und verschiedene Ampferarten.

Ihre Bekämpfung ist häufig aufwendig, da unterirdische Speicherorgane einen wiederholten Neuaustrieb ermöglichen. Bei manchen Arten können bereits kleine Wurzel- oder Rhizomstücke zu neuen Pflanzen heranwachsen. Eine Bodenbearbeitung, die diese Organe lediglich zerteilt und verteilt, kann die Ausbreitung daher sogar fördern. 
Für eine wirksame Regulierung sind auf die jeweilige Art abgestimmte, wiederholte Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören das möglichst vollständige Entfernen der unterirdischen Pflanzenteile, das regelmäßige Beseitigen neuer Triebe zur Schwächung der Reserven sowie das Verhindern der Samenbildung. Dichte, konkurrenzstarke Pflanzenbestände und geeignete Fruchtfolgen können die Ausbreitung zusätzlich begrenzen.