Sommerannuelle Arten

Sommerannuelle Unkräuter sind einjährige Pflanzen, die überwiegend im Frühjahr oder Frühsommer keimen und ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer Vegetationsperiode abschließen. Sie wachsen, blühen und bilden Samen, bevor sie im Herbst beziehungsweise mit den ersten stärkeren Frösten absterben. Die nächste Generation überdauert als Samen im Boden. Viele Arten bevorzugen warme Böden; ihr Auflaufen hängt unter anderem von Temperatur, Bodenfeuchte und Lichtangebot ab.

Typische Vertreter sind Franzosenkraut, Weißer Gänsefuß, Winden-Knöterich sowie verschiedene Hirsearten, etwa Hühnerhirse und Borstenhirsen. In landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen können sie mit den Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe, Licht und Standraum konkurrieren. Viele Arten bilden zahlreiche Samen, die teilweise über Jahre im Boden keimfähig bleiben. Wenn eine Regulierung erforderlich ist, sollte sie möglichst im frühen Entwicklungsstadium und vor der Samenreife erfolgen, um Konkurrenz und eine weitere Anreicherung des Bodensamenvorrats zu begrenzen.